Vor ein paar Jahren DAS Buzzword: nachhaltiges Marketing. Oft auch verwechselt mit Nachhaltigkeitsmarketing – was etwas ganz anderes ist! Wo der Unterschied zwischen beiden ist, und wie nachhaltiges Marketing im Jahr 2026 zum Erfolg beitragen kann, zeigen wir hier.
Nachhaltiges Marketing definiert
In unserem Verständnis heißt es, bei allen Marketingmaßnahmen neben dem prognostizierten Erfolg (Leads, Käufe usw.) die Auswirkungen auf Umwelt, Mensch und Natur zu berücksichtigen. Im Klartext: eine Maßnahme wird nur dann empfohlen, wenn sie neben dem passenden ROI (wieviel Ergebnis Ihnen der eingesetzte Werbe-Euro bringt) möglichst positive nachhaltige Ergebnisse bringt. Oder zumindest keine negativen Resultate hat.
Unser klassisches Beispiel seit knapp 2 Jahrzehnten: Verzicht auf Metallicfarben oder Folienbeschichtung bei Prospekten und Broschüren. So wären sie schlecht bzw. gar nicht recycelbar. Stattdessen empfiehlt media4nature Prägung oder Stanzung. Das ist genauso auffallend, erhält aber die Recycelbarkeit des eingesetzten Papiers.
Anderes Beispiel: häufig wird eine digitale Kampagne einem Mailing vorgezogen. Die ökologischen Auswirkungen bei Print (Papier, Druckfarbe, Transport usw.) werden dabei gern verargumentiert. Die ökologischen Auswirkungen einer digitalen Kampagne, nämlich
- Energieverbrauch nicht nur bei Erstellung und Verteilung, sondern bei jedem Click eines Users
- Wasser- und Energiebedarf zur Kühlung der Rechenzentren
werden dagegen in der Regel nicht beachtet bei der Entscheidungsfindung.
Der Unterschied zu Nachhaltigkeitsmarketing
Die beiden Begriffe sind ganz einfach auseinander zu halten:
- Nachhaltigkeitsmarketing macht Marketing für Nachhaltigkeit (Produkte, Dienstleistungen, das Thema an sich).
- Nachhaltiges Marketing führt Marketing, ganz gleich wofür, nachhaltig durch.
Nachhaltiges Marketing im Jahr 2026
Früher war es einfach: setzen wir halt Umweltpapier ein, oder – noch besser! – verzichten wir ganz auf Papier und machen stattdessen eine digitale Aktion.
2026 weiß man mehr. Jeder Entscheider über eine Marketingaktion, vor allem aber auch die Ideenfinder in den Marketingagenturen und Marketingabteilungen, sollten sich fragen: welche Auswirkungen hat die Aktion in allen drei Aspekten der Nachhaltigkeit:

© media4nature GmbH
Negativbeispiel: ein Anbieter nachhaltiger Geldanlagen entschied sich bewusst für ein Printmailing, weil es erstens bessere Ergebnisse erzielte als eine digitale Anzeigenkampagne, und zweitens unter Berücksichtigung des Energie- und Ressourcenverbrauchs ähnlich abschnitt. Auch auf Umweltpapier sowie ökologisch gute Farben wurde geachtet. Nur: der Auftrag ging an eine Druckerei, die mehrere hundert Kilometer entfernt war. Postauflieferung aber hier vor Ort – dass hieß ein paar Euro beim Druck gespart, dafür aber Transportkosten sowie die dabei entstehenden Emissionen verursacht.
Positivbeispiel: eine Physiopraxis wollte Werbung für eine bestimmte Behandlungsform für Kinder machen, eine gezielte Kampagne vor Ort war gewünscht. Ein Flyer zum Mitnehmen und im Bekanntenkreis weiterreichen war dafür ideal. Und da die Rückseite „frei“ war, integrierten wir eine soziale Komponente. Nämlich ein Ausmalbild für Kinder – so blieb der Flyer länger in Gebrauch. Und für jedes in die Praxis gebrachte fertige Bild spendete die Physiopraxis einen Betrag für einen sozialen und regionalen Verein. Mit dem Effekt, das dieser auch die Flyer auslegte und aktiv an seine Mitglieder verteilte. Win-win also. Die gemalten Bilder hängen übrigens heute noch in der Praxis.
So umgesetzt bringt nachhaltiges Marketing auch 2026 mehr Erfolg für Ihr Unternehmen. Die gewünschten Ergebnisse (Conversions, Leads, Umsatz, Ertrag gegenüber dem eingesetzten Budget) im Auge behalten und gleichzeitig fair, umweltfreundlich, ethisch und sozial denken und handeln – das ist der Erfolgsgarant.
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