Wir Deutschen halten uns ja für die Weltmeister im Recyceln. Gefühlt sind wir das auch, wenn man nur betrachtet, wie schön wir Müll trennen. Aber getrennter Abfall ist nicht gleich recycelter Abfall. Die Quote beträgt für Privathaushalte nach Expertenschätzung gerade mal 30 bis 40 %! Es gibt einige Fehler, die man vermeiden sollte – und so zu einer höheren Recyclingquote beitragen kann.

Besser recyceln: 9 Tipps für die korrekte Mülltrennung

1. Keine Pizzaschachteln ins Altpapier
Mit Essensresten verschmutzter Pappkarton gehört nicht ins Altpapier. Die Fett- und Speisereste machen eine Wiederverwertung unmöglich.

2. Keine Kassenzettel ins Altpapier
Kassenzettel und Bons sind aus Thermodruckpapier, die enthaltenen Chemikalien verunreinigen die ganze Papiercharge.

3. Leere Brot- und Brötchentüten gehören ebenfalls nicht ins Altpapier
Denn meistens sind noch Reste (Teig, Körner, Fett, Mehl) enthalten.

4. Verpackungen nicht ineinander stecken für den Gelben Sack / die Gelbe Tonne
Häufig werden aus Platzgründen Verpackungen ineinander gestapelt – die Gemüsedose aus Metall wird mit dem Plastikbecher vom Schmand gefüllt, in diesen wird noch schnell die Nudelverpackung gestopft … das kennen Sie? Spart Platz, ist aber leider für die Müllverwertung sehr schlecht. Denn die Trenn-Maschinen können diese sehr eng beieinanderliegenden Materialien häufig nicht erkennen und somit auch nicht sauber trennen.

5. Verpackungen aus mehreren Materialien vor dem Wegwerfen auseinanderreißen
Besteht eine Verpackung oder das wegzuwerfende Teil aus mehreren Materialien (Joghurtbecher beispielsweise aus Plastik und Deckelfolie), dann bitte vor dem Entsorgen auseinanderreißen. So können es die Maschinen gut erkennen und auch auseinandersortieren. Abreißen können sie nämlich schlecht ….

6. Tampons und Binden: nicht in die Toilette werfen
Beides gehört in entsprechende Behälter oder in den Restmüll, aber keinesfalls in der Toilette weggespült. Beides zersetzt sich nicht im Wasser, sondern verstopft Kanäle und Kläranlagen. Das Gleiche gilt übrigens für Papiertaschentücher und Feuchttücher.

7. Batterien zur Sammelstelle, nicht in den Restmüll
Leere Batterien nicht einfach in den Restmüll werfen, sondern zu einer Sammelstelle bringen. Neben Wertstoffhöfen haben inzwischen fast alle Supermärkte entsprechende Sammelboxen.

8. Verschlüsse von Glasflaschen nicht mit in den Altglascontainer werfen
Sie erschweren die Aufbereitung des Glases. Vorher abschrauben und in den gelben Sack, ist ein kleiner Handgriff, erleichtert aber das Recycling sehr!

9. Biokunststoff gehört (leider) nicht auf den Kompost oder in die Biotonne
Hier ist die Bezeichnung „Bio“ irreführend. Denn die meisten Komposthaufen oder Kompostieranlagen haben nicht die notwendige Liegezeit, Feuchtigkeit und auch nicht die notwendigen Temperaturen, um diesen Biokunststoff zu zersetzen. Deswegen gehört Biokunststoff (leider) in den Restmüll.

Sie möchten mehr über Green Marketing und CSR erfahren? Oder suchen eine nachhaltige Marketingagentur mit viel Erfahrung? Dann schreiben Sie uns:

 

 

Loading...