Display-Werbung am Point of Sale, direkt im Handel: störend oder umsatzfördernd? Eine US-Studie hatte darauf eine klare Antwort – 62 % der Personen im Laden kauften schon einmal ein Produkt, direkt nachdem sie es auf einer Screen im Laden gesehen hatten! Entscheidend für den Erfolg ist vor allem die Platzierung des Digital Displays.

Zahlen und Fakten zu Display-Werbung im Laden

Wie gesagt, die wichtigste Zahl: 62 % der Einkaufenden kauften bereits einmal ein Produkt, nachdem es ihnen auf einem Digital Display gezeigt worden war.

Und hier werden Digital Screens von 84 % der Einkaufenden gern gesehen:

  • Eingang
  • Kassenzone
  • Snackbereich.

Dagegen wünschen sich laut der US-Studie vom März 2026 nur

  • 59 % eine Screen an der Tiefkühltruhe / den Kühlregalen
  • knapp 72 % Screens, die aus dem Regal herausragen oder gar bei Annäherung losreden.

Fazit: Wenn die Einkaufenden sowieso warten müssen oder noch nicht zielgerichtet etwas suchen, lassen sie sich gern auf gezeigte Werbung ein. Sind sie dagegen in der „Rolle des Jägers“ (Suchen, Auswählen, Greifen), dann stört digitale Werbung. Oder anders ausgedrückt „Lass bloß nichts zwischen mich und mein Produkt kommen“!

Gibt es Akzeptanzunterschiede in den Generationen?

Keine nennenswerten. Die höchste Akzeptanz und Kaufwirkung digitaler Instore-Displays lag bei den 30 bis 44jährigen (81 %) sowie den 45 bis 60jährigen (80 %). Die Jungen (18 bis 29 mit 74 %) und die über 60jährigen (72 %) lagen nur knapp dahinter.

Fazit: über alle Altersgruppen sind 3 von 4 Einkaufenden sehr empfänglich für Instore-Display-Werbung.

Übrigens, in den USA gehen 31 % der Einkaufenden ohne Einkaufsliste in den Supermarkt – hier sind Spontanentscheidungen noch wahrscheinlicher als bei Personen, die konsequent ihre Einkaufsliste abarbeiten. Hierzulande kaufen 28 % ohne vorherigen Einkaufszettel ein.

Tipps zur optimalen Wirkung von Display-Werbung

  • Platzieren Sie Displays dort, wo die Menschen warten müssen, oder Zeit haben. Vor allem im Kassenbereich, sodass der Bildschirm gut auch von hinteren Wartepositionen gesehen werden kann.
  • Vermeiden Sie Standorte, die die Einkaufenden in ihrem Kaufprozess stören könnten (z.B. Shelf Blades, die aus dem Regal wie eine Klinge ragen).
  • Wählen Sie keine Standorte, bei denen der Screen im Laufweg steht.
  • Sonderangebote und Aktionspreise arbeiten sehr gut auf den Screens, und führen häufig zu Spontankäufen.
  • Im Kassenbereich oder Snack-Zonen werden gern auch Inspirationen angeschaut: Rezepte, Gesundheitstipps, Reisezubehör.
  • Vermeiden Sie personalisierte Werbung. Auch wenn diese technisch möglich ist (Identifizierung über Smartphone und Einspielung nach Präferenzen, oder „nur“ Ansprache mit Namen), ist unser Tipp: bloß nicht! Der Screen ist öffentlich, jeder andere Vorbeikommende sieht die eigenen persönlichen Infos – das kommt sehr schlecht an.

… und natürlich muss die gezeigte Werbung top sein!

Das alles waren mehr oder weniger technische, organisatorische Tipps. Das ist aber nur die halbe Miete. Die ggezeigte Werbung – und wenn es nur eine Rabatt-Aktion ist – muss aufmerksamkeitsstark sein. Ein Hingucker, der auch aus dem Augenwinkel wahrgenommen wird und zum genaueren Anschauen verleitet.

Aber dafür gibt es ja Marketingagenturen, wie uns.

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