Plastik war, vor allem im 20. Jahrhundert, eine wahre Allzweckwaffe – vielseitig einsetzbar, flüssigkeitsdicht, leicht, unkaputtbar. Inzwischen findet ein Umdenken statt – denn genau diese Eigenschaften machen Plastik zu einer Material, das möglichst gar nicht eingesetzt werden sollte. Pfiffig Plastik sparen und Plastikprodukte ersetzen: hier 9 Tipps dazu.

Zuerst aber die Frage: Warum wird eigentlich auf einmal Plastik verteufelt? Wir Deutschen trennen doch unseren Abfall so schön, unser Plastikmüll wird doch recycelt!? Typischer Fall von „denkste“! Entweder ist der Plastikabfall zu verschmutzt (Lebensmittel-Reste z.B.) oder leider mit einem anderen Material verbunden (das Stanniol zum Frischhalten), daher wandert er gleich in die Verbrennung. Wenn er „rein“ ist, wird er nach Asien verschifft und dort recycelt. Aber eben nur zum Teil. Zum anderen Teil aber landet er dort auf riesigen Abfall-Halden, wie der WWF gerade aufgedeckt hat. Und wird von dort durch Regen und/oder Wind ins Meer gespült.

Plastik ist unser aller Problem

150 Millionen Tonnen Plastik schwimmen in den Ozeanen. Jede Minute entstehen 15 Tonnen neuer Plastikmüll weltweit. Plastik verrottet nicht,  es zerfällt in kleine Plastikteilchen. Das braucht allein bei einer Plastiktüte rund 10 bis 20 Jahre, bei einer PET-Flasche dauert es bis zu 500 Jahre!

Da sind Meldungen von Supermärkten, dass sie künftig auf Plastiktüten und anderes Plastik-Verpackungs-Material verzichten wollen, zwar nett. Aber die rund 7.000 eingesparten Tonnen der Rewe Group im Jahr 2018 entsprechen 8 Stunden, in der die Welt durch keinen neuen Plastikmüll verschmutzt wurde. Zuwenig, um die die trotz vollem Magen verhungerten Wale und Meeresschildkröten zu retten – denn die Mägen sind voll Plastik, nicht Futter. Oder die Seevögel und Fische, die sich an Plastikbanderolen strangulierten …

Deswegen kann die Devise nur heißen: Plastik ersatzlos streichen, beziehungsweise durch ökologischere Materialien ersetzen. Viele Unternehmen ersetzen inzwischen Plastik-Verpackungsmaterial durch Papier, Pappe, Karton oder Glas. Und reduzieren vor allem überflüssige Verpackungen. Wobei wir uns wünschen würden, dass endlich die 15-Gramm-Plastik-Portionspackung mit Nutella, Marmelade oder Butter vom Markt verschwinden würde, die man sehr häufig in Hotels am Frühstücksbuffet sieht …..

9 pfiffige Tipps, um selbst Plastik zu sparen

  1. Mehrwegbecher für Getränke mitnehmen.
    Nie mehr Einwegbecher für den Coffee-to-go, auch wenn die aus Papier sind, sind sie trotzdem Müll, den jeder leicht vermeiden kann.
  2. Auf Plastiktüten beim Einkauf verzichten.
    Nicht nur im Supermarkt, auch bei anderen Einkäufen wie Kleidung oder Schuhe. Mit dem Preis für die Plastiktüte bezahlt man sogar das Unternehmen dafür, dass man Werbung laufen darf …. Einfach immer einen kleinen Einkaufsbeutel in der Hand- oder Jackentasche dabeihaben.
  3. Getränke möglichst in Glasflaschen kaufen.
    Zwei Neben-Effekte: erstens ist das gesünder, da Plastikflaschen Mikrobestandteile an das Getränk abgeben. Und zweitens werden wegen des höheren Gewichts die Muskeln trainiert.
  4. Beim Paketversand ökologisches Füll- und Stopfmaterial verwenden, kein Plastik.
    Als Alternative bieten sich Packpapier, Chips aus Maisstärke oder – ganz simpel – zusammengeknülltes Zeitungspapier an.
  5. Auf Einweggeschirr und Einwegbesteck verzichten.
    Das gilt besonders für die nun kommende Grillsaison.
  6. Beim Einkauf zu Produkten mit wenig bis gar keiner (Plastik)verpackung greifen.
    Das betrifft die ganze Produktrange, von Lebensmitteln wie Tomaten bis Kosmetik.
  7. Wenn es schon die Plastikflasche sein muss – bitte korrekt recyceln oder auch gerne zweckentfremden und damit am Leben erhalten.
    Einwegflaschen aus Plastik kann man übrigens durchaus auch mehrfach verwenden. Beispielsweise kann man sie immer wieder mit Leitungswasser auffüllen. Oder sie als Mini-Gewächshaus zur Pflanzen-Aufzucht nutzen.
  8. Hundekotbeutel gibt es auch in Bio-Plastik oder als Karton-Variante.
    Es gibt über 9 Mio. Hunde in Deutschland. Alle gehen Gassi. Macht also pro Tag rund 9 Mio. gefüllte Plastikbeutel, die im Mülleimer laden.
  9. Schalen, Kochlöffel, Haushaltsartikel, Dekostücke – lieber aus Porzellan, Holz, Metall oder Karton als aus Plastik kaufen.

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