Natürlich schreiben Werber Texte, um Sie zum Kauf zu animieren. Selbstverständlich ist ein Layout so angelegt, dass es Sie zu einer bestimmten Handlung bewegen soll. Das Wichtigste vergessen aber viele: nämlich Wertschätzung. Jeder Text, jeder kleine Satz, die Motivwahl – das alles sollte immer und überall sagen: „Ich freue mich, dass Du mir Aufmerksamkeit schenkst. Ich freue mich, wenn Du mich erhörst. Ich freue mich, dass Du bei mir Kunde bist!“

Beispiele für mangelnde Wertschätzung: Abmelde-Texte

Überlegen Sie selbst – bei der Anmeldung zu einem Event oder einem Newsletter werden Sie freudig begrüßt (das wollen wir jedenfalls hoffen!). Aber Sie können es sich ja, aus diesem oder jenem Grund, anders überlegen. Und sich abmelden wollen.

Die Zeiten, wo Sie den Abmeldelink mühsamst suchen mussten, sind glücklicherweise vorbei. Aber schlimm genug, dass viele Anbieter erst per Gesetz dazu gezwungen werden  mussten …. im Laden sieht man ja auch den Ausgang, und der ist nicht mit Stacheldraht verbarrikadiert. Sie haben das gute Recht, sich so zu entscheiden. Also clicken Sie auf „Abmelden“. Welcher Anbieter bleibt Ihnen jetzt positiver in Erinnerung:

A: „Sie sind nun abgemeldet“

B: „Schade, dass Sie uns verlassen! Sie erhalten nun keine weiteren Informationen von uns. Sie können es sich natürlich jederzeit anders überlegen und sich wieder anmelden – wir freuen uns auf Sie. Alles Gute!“

Umgang mit Beschwerden

Jede Beschwerde ist die Chance, ein wertvolle Anregung zu erhalten. Und jeder Kunde hat das Recht darauf, seine Meinung zu äußern. Wenn es nicht gerade in wüste Beschimpfung ausartet, dann hat jeder auch das Recht auf eine Antwort. Und wenn man zum 10. Mal erklärt, warum etwas halt im Unternehmen / beim Produkt nicht so geht, wie es sich der jeweilige Kunde vorstellt … Ein „Danke schön, wir kümmern uns darum“ bleibt doch viel positiver im Gedächtnis als gar keine Antwort oder ein lapidares „Ihre Mail haben wir erhalten, Sie hören von uns“.

Hier haben viele Unternehmen in den letzten Jahren dazu gelernt, aber bei ebenso vielen hapert es doch noch – selbst wenn die Einstellung stimmt, muss es auch im Wording herüberkommen. Mit Wärme und Herzlichkeit texten, das ist die Grundregel. Oder sollte sie zumindest sein …

Schlampige Mailings oder Websites

Der Klassiker ist natürlich die Anrede „Herr xy“, wenn der Adressat eine Sie ist. Inzwischen hat sich ja auch beim letzten Direktmarketer herumgesprochen, dass der Mensch nichts lieber hört / liest als seinen Namen. Daher der zweite Klassiker: der Name wird falsch geschrieben. Der Angeschriebene ärgert sich, für den Marketer ist es fatal, denn die Botschaft ist „Du bist es mir nicht wert, dass ich mir die Mühe mache, Deinen Namen korrekt zu schreiben“.

Fortgeführt wird so eine Haltung dann in schlechten Mailings, mit fehlerhaften Texten, Schreibfehlern, Grammatikfehlern, abgeschnittenen Bildern, zusammengestoppeltem Layout. Bei Websites das Gleiche – alles wirkt wie „Du bist es mir nicht wert, dass ich mir Mühe gebe“. Schade. Gerade in der heutigen Zeit, wo so viel über Zusammenhalten und Rücksicht geredet wird, sollte Wertschätzung das Wichtigste sein. Und demnach auch wertschätzendes Marketing!

Kommentare in Social Media

Hinter jedem Account steckt ein Mensch. Und jeder Mensch freut sich über Resonanz. Und darüber, ernstgenommen zu werden. Echte Wertschätzung zeigt sich darin, nicht nur selbst rauszuposten, was das Zeug hält, sondern mindestens auf Antworten oder Kommentare einzugehen. Mit etwas Erfahrung unterscheidet man schnell die Trolle von echten Fragen / Diskussionsbeiträgen usw. Individuell reagieren, sich Termine merken und darauf zurückkommen, von sich aus auch mal nachfragen – das zeigt „Du bist mir wichtig“.

In dem Sinne: Wir freuen uns über jede Anregung, jeden Kommentar, jede Diskussion in unseren Agenturkanälen.

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