Über Jahrzehnte haben wir uns zu einer Wegwerfgesellschaft entwickelt. Hat ein Produkt seine eigentliche Funktion erfüllt, ist es kaputt gegangen oder einfach nicht mehr gemocht – weg damit! Es geht aber auch anders. Wiederverwenden, Recyceln statt wegwerfen gibt Produkten ein zweites Leben, erspart der Umwelt Abfall und dem Geldbeutel einige Ausgaben.

Putzen

  • Die Socke mit Loch (auch „Golfersocke“ genannt) lohnt sich nicht zu stopfen? Sie gibt aber, über die Hand gestreift, einen prima Staublappen ab. Besonders gut geeignet dafür sind Frotteesocken.
  • Ausrangierte Zahnbürsten eignen sich perfekt zum Reinigen von Rillen und Ähnlichem.
  • Ausrangierte Shirts, Schlafanzüge oder Jogginghosen ergeben, zerschnitten, noch sehr gute Fahrradputzlappen. Oder, wenn besonders weich, Poliertücher fürs Auto …
  • Den Grillrost reinigt man gut mit Zeitungspapier – einwickeln und über Nacht auf eine Wiese legen. Der feuchte Tau dringt durchs Zeitungspapier, so wird der Dreck gut eingeweicht.

Basteln

  • Der Klassiker sind natürlich die Rollen von Toiletten oder Küchentüchern. Sehr beliebt bei Kindern …
  • Alte Briefumschläge, Zeitschriften, Geschenkpapier eignen sich auch perfekt zum Basteln. Wie wäre es beispielsweise mal mit einer Girlande aus altem Geschenkpapier zu Fasching oder Weihnachten?
  • Kleine Stofftiere oder Stoffpuppen entstehen gut aus abgelegten Pullis, Shirts, Schlafanzügen.

Wiederverwenden

  • Viele Briefumschläge können zweimal verwendet werden. Ebenso die Amazon-Verpackungen – einfach Etikett runter und ggf. den Code überkleben mit einem Adressaufkleber – schon hat man eine stabile Versandverpackung.
  • Druckerpapier entweder zweiseitig bedrucken, oder als Schmierpapier verwenden. Zerschnitten hat man viele neue Notizzettel. Aber vorher natürlich prüfen, dass keine Betriebsinterna oder persönliche Daten auf der Vorderseite stehen!
  • Geschenkpapier, vorsichtig entfernt, kann man durchaus noch einmal verwenden. Die Schleifen und Geschenkbänder sind in der Regel sogar mehrfach nutzbar.
  • Schuhkartons eignen sich perfekt zum Schuhe aufbewahren (sehr überraschend …). Nämlich auch nach dem Kauf und dem Nachhausetragen. Unten im Kleiderschrank ist oft eine nicht genutzte Fläche – die Schuhe im Karton lassen und dann kann man prima stapeln. So verstauben sie auch nicht.
  • Kerzenreste sammeln und gemeinsam einschmelzen. In eine Dose gegossen, in der Mitte vorher ein Docht (gibt es im Bastelgeschäft), auskühlen lassen, Dose entfernen. Und schon hat man wieder eine neue Kerze, ein echtes Einzelstück!

Ein zweites Leben

  • Stofftaschentücher, Handtücher, Kissenbezüge ergeben kreative Geschenkumhüllungen.
  • Ein alter Kissenbezug kann auch prima in der Waschmaschine als Schutz für BHs, feine Unterwäsche und zum Zusammenbleiben der Socken eingesetzt werden.
  • Plastikflaschen – hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Viele schöne Ideen sind hier zusammengestellt. Eine unbekanntere Nutzungsmöglichkeit ist die als Mini-Gewächshaus, vor allem zum Ziehen aus Samen.
  • Oder man schneidet den Boden einer Plastikflasche ab, und stülpt sie umgekehrt an den Wasserhahn. So verlängert man den Wasserausfluss – gut bei kleinen Kindern, die nicht so hoch reichen können.
  • Alte Handtücher als Trenner für Glasdosen, Bratpfannen …
  • Der Metallclip einer Getränkedose findet überraschen gute Verwendung im Kleiderschrank … nämlich über einen Kleiderbügel gestreift, einen zweiten Kleiderbügel eingehängt und so Platz und Ordnung geschaffen. Danke für den Tipp an Smarticular!
  • Ausrangierte, kaputte Kleidungsstücke zum zweiten: Socken geben im Winter, über die Schuhe gezogen, guten Schutz vor Rutschen auf Schnee- und Eisglätte. Abgeschnittene Pulliärmel dienen nachts über die Scheibenwischer gezogen als Anfrierschutz.
  • Leere Toilettenpapier- oder Küchentücherrollen, auf die gewünschte Länge gestutzt, bringen Ordnung in den Kabelsalat.

Verschenken

Viele Dinge sind noch gut, aber man selbst will sie nicht mehr haben? Dann freut sich aber vielleicht jemand anderes darüber?

  • Man kann über die Nachbarschaftsplattform nebenan.de viele Sachen verkaufen, verschenken oder selbst dort fündig werden.
  • Eine über Twitter ins Leben gerufene Initiative ist #wish2hand – unter diesem Hashtag kann man nicht mehr genutzte Dinge anbieten und anderen eine Freude machen.

P.S. Wir haben jetzt bewusst einmal vom Thema „Lebensmittel nicht wegwerfen“ abgesehen, es gibt schon so viele Tipps dazu. Und eigentlich ist das ja auch selbstverständlich …

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