Einer der meistgelesenen Blogartikel ist der „Gute Werbung, schlechte Werbung„. Konstant, seit Monaten. Zeit für ein Update! Dieses Jahr wollten wir nicht nur unsere eigene Meinung schreiben, sondern haben auch mal in unserem Twittter-Account gefragt: welche Werbung nervt Euch am meisten, welche findet Ihr gut? Zum Teil kam Überraschendes heraus, zwei „Negativ-Favoriten“ des letzten Jahres wurden auch 2021 wieder häufig genannt. Wir wollten aber eine neue Top Five abbilden. Vorhang auf für die TV-Spots, die als schlechte Werbung empfunden werden!

Viele TV-Spots zerren einfach nur noch an den Nerven

Platz 5: Bett 1
Hier gibt es ja mehrere verschiedene Stories. An allen hat man sich sattgesehen, der nölende Ton des einen Schauspielers nervt immer mehr. Und „meistgekauft“ ist noch kein Argument für Qualität.

Platz 4: Rewe gemeinsam mit Procter & Gamble
Beide haben einen Spot zu ihrem eigentlich gut gemeinten Spendenprojekt für inklusive Spielplatzprojekte. Hier kam vor allem bei den Kritikern negativ an, dass Inklusion als „spendenbasiertes Projekt“ dargestellt würde.

Platz 3: Smava „Kredit so einfach wie Pasta kochen“
Weil der Spot inhaltlich so daneben ist. Eine Dame kocht Nudeln (seit wann sagt man eigentlich nicht mehr „Nudeln“, sondern nur noch „Pasta“?) und beantragt währenddessen einen Kredit, der ihr bewilligt wird und das Geld auch gleich ausgezahlt würde. Nur bei Smava. Also innerhalb von Minuten, mit wenigen Clicks. So wird suggeriert, dass man eine solche Entscheidung mit doch schwerwiegenden und lange andauernden Folgen (Verschuldung, Kreditrückzahlung) mal so eben nebenher beim Nudelnkochen treffen kann. Ein absolutes No-Go!

Die ersten zwei Plätze wurden fast gleich oft genannt, allerdings aus unterschiedlichen Gründen:

Platz 2: Check 24 „Late Night“-Spots

Platz 2 geht hiermit an Check 24. Die amerikanische Familie in Pseudo-Sitcom-Situationen war schon schrill – aber wenigstens teilweise noch ganz witzig. Jetzt diese „Late Night-Talkshow“-Spots sind einfach nur noch langweilig. Sinnbefreit. Unerträglich.

Platz 1: Sodastream „Mein Papa …“
Der unangefochtene Spitzenreiter ist ein eigentlich netter und witziger Spot. Wenn man ihn die ersten paar Mal sieht. Wenn man ihn im Vorabendprogramm allerdings in jedem einzelnen Werbeblock sieht, gefühlt also fünfmal in der Stunde, dann reicht es. Dabei hat Sodastream doch extra 2021 einen neuen Spot ins Rennen geschickt, der alte aus 2020 hatte zwar hohen Wiedererkennungswert, aber wenig Produkterinnerung. Nun also:
„Mein Papa kann so und so viel Wasser tragen.“ „Mein Papa kann doppelt so und so viel Wasser tragen!“ … Genau, Sodastream würde schwer schleppende Papas entlasten. Aber womit sollen die lieben Kleinen denn dann angeben?
Liebe Leute von Sodastream, hier wäre weniger echt mehr! Wir machen uns inzwischen schon einen Spaß daraus, zu wetten, wie oft man diesen Spot an einem Abend sieht … Das ist doch aber sicher nicht Sinn Eurer Kampagne, oder?

Die üblichen Verdächtigen: Haribo und Kinder Pingui

Schon letztes Jahr in unserer Nicht-Ehrenliste“:

Haribo – Erwachsene mit Kinderstimmen sprechen zu lassen, wird zunehmend ähnlich symphatisch wie „über Tafel kratzende Fingernägel“ empfunden.

Pingui – da zitieren wir mal eine Kritikerin: „wo eine nervig-gutgelaunte-Nurhausfrau und adrette Vorzeige-Blagen wie Pinguine watscheln – es ist unerträglich“.

Kaum gute TV-Spots genannt

Dieses Jahr gab es offensichtlich wenig wirklich gute TV-Spots, die im Gedächtnis blieben.  Genannt wurden jedenfalls kaum welche, sondern bei der Frage danach kam gleich wieder „weiß gerade keine, aber der xxx ist grottig!“

Daher gehen wir davon aus, auch nächstes Jahr wieder eine Hitliste der negativen Werbung nennen zu können. Und hoffen auf mehr gute Werbung, auf bessere Inspiration bei den Agenturen für TV-Spots!

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