Das Thema Nachhaltigkeit hat in der Politik einen immer geringer werdenden Stellenwert. Die geplanten rechtlichen Vorgaben und „Leitplanken“ werden kontinuierlich aufgeweicht oder gar ganz gekippt. Die Nachhaltigkeits-Berichtspflicht nach CSRD betrifft nach jetziger EU-Planung immer weniger Unternehmen. Hier sind 4 Gründe, warum Sie im Unternehmen die Nachhaltigkeitsstrategie beibehalten sollten:

  1. Sie vermeiden langfristig Kosten.
  2. Sie stärken die Widerstandsfähigkeit.
  3. Sie senken das Risiko von Schäden.
  4. Sie steigern den Unternehmenswert.

Mit Nachhaltigkeit auf lange Sicht Kosten vermeiden

Die Rentabilität von Geschäftsmodellen und damit auch der einzelnen Unternehmen wird zunehmend durch Nachhaltigkeitsthemen beeinflusst. Denn die Kosten für Umwelt- und Sozialauswirkungen sowie Einhaltung von gesetzlichen Pflichten werden steigen.

  • Umsetzung und Einhaltung gesetzlicher Vorgaben wie Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz usw.
    Auch wenn hier aktuell aufgeschoben wird und aufgeweicht wird – einiges wird bestehen bleiben und muss umgesetzt werden.
  • CO2-Bepreisung nach Emissionspreishandel ETS
    Dieser Preis für die CO2-Emission wird weiter steigen. Derzeit beträgt er 55 Euro je Tonne, ab 2027 sollte dann der europäische Zertifikatehandel greifen (ETS2) und der CO2-Preis frei gehandelt werden. Da hier von Experten mit einem Anstieg auf bis zu 200 Euro je Tonne gerechnet wird, werden seitens der Politik Änderungen diskutiert. Fakt ist aber – der Preis für Verschmutzung wird steigen.
  • Knappe Rohstoffe 
    Je knapper ein Rohstoff, desto höher der zu zahlende Preis. Alternativ wird Recycling attraktiver, also Wiederverwendung statt Entsorgung und Neueinkauf. Mögliche Kreislaufmodelle (Circular Economy) können langfristig sogar Kosten im Unternehmen sinken lassen. Daneben gewinnt Ressourceneffizienz immer mehr an Bedeutung.

Mit Nachhaltigkeit das Unternehmen resilienter machen

Vor allem Klimarisiken sind hier zu nennen. Wetterextreme werden zunehmen – Trockenheit, Starkregen, Dauerregen, ausbleibende lange Frostperioden z.B. Von Gebäudeschäden (unmittelbar oder mittelbar, wie Versicherungen) bis Ernteausfälle (Lebensmittelerzeugung) ist fast jedes Unternehmen mehr oder weniger stark betroffen.

Beispiel Raps, Gerste oder Weizen: diese Pflanzen benötigen einen Kältereiz im Winter, also Frost, für ein gutes Wachstum im Frühjahr. Trockenheit oder Dauerregen im Sommer sind ebenfalls verheerend. Landwirte müssen sich darauf einstellen, ebenso alle Betriebe, die die genannten Pflanzen weiterverarbeiten …

Resilienz heißt Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten. Eventuelle Krisen können auch Shitstorms oder Boykottaufrufe sein. Zu diesen kann es wegen schlechter Arbeitsbedingungen, Ungleichbehandlung von Mitarbeitenden, Umweltskandalen oder Greenwashing kommen. Handelt ein Unternehmen nachhaltig, also ökologisch, sozial / ethisch korrekt, dann können diese Risiken gar nicht erst entstehen.

Mit Nachhaltigkeit Schäden vermeiden

Schäden vermeiden, heißt Risiken zu minimieren. Hier gelten im Prinzip die gleichen Aussagen und Beispiele wie beim Thema „resilienter machen“.

Mit einer Nachhaltigkeitstrategie den Unternehmenswert steigern

Ein Unternehmen, dem langfristig die Kosten davonlaufen, ist weniger wert als ein Unternehmen, dass auf lange Sicht die Kosten im Griff hat beziehungsweise sogar senken kann.

Aber es geht noch viel weiter: Nachhaltigkeit kann Anlass zu disruptiver Veränderung sein. Denn dadurch werden Unternehmen gezwungen, zu handeln. Sich neue Lösungen, neue Wege, neue Angebote zu überlegen … bis hin zu neuen Geschäftsmodellen.

Disruption bietet die Chance zu Innovation. Und damit zu Wettbewerbsvorsprung. Dieser Vorteil wiederum steigert den Unternehmenswert.

Der erste, der eine Möglichkeit zur Speicherung und 24/7-Verfügbarkeit von Solar- und Windstrom findet, wird einen großen Geschäftserfolg haben. Tesla hatte jahrelang fast ein Monopol auf E-Autos – und dadurch einen immens hohen monetären Unternehmenswert erreicht.

Beispiele für erfolgreiche Unternehmen mit Setzen auf eine Nachhaltigkeitsstrategie sind zum Beispiel Ben & Jerrys (sozial/ethisch), Beyond Meat und Rügenwalder mit ihrer vegetarischen Produktlinie.

Nachhaltigkeit ist eine Einstellung, ein Wert

Entweder handelt man aus Überzeugung nachhaltig, ökologisch, ökonomisch und ethisch-sozial. Oder eben nicht. Wenn nur so tut „als ob“, merken es die Kunden und Geschäftspartner. Im Marketing nennt man das Green Washing. Und so ein Verhalten fällt immer negativ auf das Unternehmen zurück.

Natürlich kann man als Unternehmen auch auf Nachhaltigkeit verzichten. Das spart vielleicht kurzfristig Geld und Aufwand. Langfristig schießt man damit sein Unternehmen aber ins Aus, salopp gesagt.

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