Instagram entstand als Plattform für Fotos. Urlaubsbilder posten, interessante Motive zeigen – das war der Hauptzweck. Inzwischen gehört Instagram zu Facebook. Und bietet umfangreichere Features als nur „Bilder posten“. Viele Influencer sind auf Instagram vertreten, zeigen, was sie machen / haben / kaufen / nutzen – Tausende bis Millionen schauen es sich an, liken, rund ein Viertel kauft es laut einer aktuellen Studie über alle Altersschichten sogar nach. Daher heute in unserer kleinen Reihe „Social Media-Wissen“ einige Tipps zu Instagram.

Fakten zu Instagram

  • Nutzer D: 17 Mio., davon 9 Mio. pro Tag. Fast alle (99 %) mobil.
  • Altersstruktur: etwas jünger als Facebook
  • Verteilung Mann / Frau gesamt fast gleich, in Altersgruppen unterschiedlich
  • Engagement mit Marken liegt auf Instagram 10 mal höher als auf Facebook. Es ist 54 mal höher als auf Pinterest und 84 mal höher als auf Twitter.
  • 55- bis 64-Jährige sprechen mit zweimal höherer Wahrscheinlichkeit auf Markeninhalte an, als Jüngere (bis 28 Jahre)
  • User erwarten Bilder oder kurze Videos mit Impressionen, keine Berichte.
  • Social Shopping bei Instagram wird gut akzeptiert.
  • Die Nutzer sind nicht zwingend täglich aktiv; wenn, dann aber mit ausführlichem „Stöbern“.

Instagram Basics

Wie viel Textumfang / Anzahl Zeichen darf ein Post enthalten?
Der Schwerpunkt bei Instagram ist visuell, inzwischen hat sich auch etwas mehr Text durchgesetzt – aber bitte als Bildbeschreibung! Maximal 2.200 Zeichen sind erlaubt.

Sind Links erlaubt?
Links sind im Post nicht erlaubt. Nur im Profil, der sogenannten „Bio“ ist ein Link zulässig.

Muss jeder Post ein Bild enthalten?
Ja, das ist ja der Ausgangspunkt des ganzen Posts! Zuerst muss man das Bild / Video hochladen, dann kann man erst Text dazufügen.

Soll ich Emojis hineinnehmen?
Wenn es zum Acoount, zum Inhalt und Thema des Posts passt, gern!

Wie viele Hashtags sind optimal?
Über die Hashtags wird man auch außerhalb der Timeline gefunden. Sie kommen ans Ende der Bildbeschreibung und sollten das Thema des Bildes / welche Follower es interessieren könnte, aufgreifen. Es gibt keine Obergrenze Hashtags, 8 bis 10 haben sich derzeit (Frühjahr 2020) als optimal erwiesen.
Beim Eintippen der Hashtags bietet Instagram die Autoergänzung an – hier kann man gut nachschauen, wie häufig welche Hashtags eingesetzt wurden. Ruhig auch mal pouläre, aber wenig genutzte Hashtags mit aufnehmen.

Wie oft soll ich posten?
Zweimal die Woche ist ein guter Wert.

Was ist wichtig, um erfolgreich bei Instagram zu sein?
Hier gilt das Gleiche wie bei Twitter – das Wichtigste überhaupt ist, an Instagram und am Posten Spaß zu haben. Die Follower ernst nehmen, sich über jeden freuen. Und über jede Interaktion. Egal ob es sich um ein Unternehmen oder eine Privatperson handelt, um einen Firmenaccount oder ob jemand privat postet – wenn es nicht gerade ein Bot ist, sitzt ein Mensch da und reagiert genau wie jeder Mensch auf Aufmerksamkeit, Anerkennung usw.

Warum soll ich nicht nur Bilder posten, sondern auch interagieren?
Auch Instagram liebt aktive Accounts. Und schlägt diesen Account anderen Nutzern zum Folgen vor. Außerdem – siehe vorigen Punkt. Liken Sie also, kommentieren Sie.

Wann ist die beste Zeit zum Posten?

Für Instagram gibt es ausführliche Untersuchungen zur „besten Uhrzeiten“ für bestimmte Themen: Mode, Reisen, Finanzen, Sport … Allgemein kann man sagen: Für Likes postet man am besten später Vormittag oder früher Nachmittag, Samstag am besten, Sonntag gab es die wenigsten Likes. Für Kommentare dagegen ist der Mittwoch der beste Tag, am wenigstens kommentarfreudig sind die Follower freitags.

Noch ein paar Tricks zu Instagram

  • Eventuelle populäre Tippfehler beim Hashtag nutzen! Z.B. #fridaysforfutur
  • Mitmachaktionen. Aufruf, eigene Bilder mit einem selbst vorgegebenen Hashtag zu posten.
  • Ein Link / eigene URL darf ja nicht im Text stehen. Um ihn doch zu nennen, kann man ihn in die Bilder integrieren (geht z.B. mit Canva.com).
  • Oder in Beiträgen, wenn es sinnvoll ist, auf den #linkinbio hinweisen.

Do´s, um auf Instagram erfolgreich zu sein

  • Nicht nur liken, sondern auch kommentieren, mind. 5 Worte. Emoji(s) dazu.
  • LIVE nutzen, z.B. für eine monatliche Fragerunde. Max. 60 min. sind möglich. Die Fragen kann man schoin ein paar Tage vorher sammeln.
  • Benachrichtigungsfunktion an – das signalisiert der Technik von Instagram, dass der Account wichtig ist.
  • Bei sinnvollen Challenges mitmachen. Auch mal selbst eine ins Leben rufen.
  • Für Unternehmen und Brands: Wettbewerber mit gleicher Zielgruppe und Zielen suchen – wer folgt? Liken und kommentieren Sie die Beiträge dieser Follower-Profile
  • Gibt es Influencer? Wer folgt diesen? Beiträge dieser Follower-Profile liken und kommentieren
  • Fremde Inhalte, die interessant für die Zielgruppe sein können, teilen.

Dont´s auf Instagram

  • Bei Kommentaren die Emojis vergessen.
  • Kommentare mit weniger als 4 Worten werden von der Instagram-Technik als Bot verstanden und nicht gewertet.
  • Immer dieselben Hashtags verwenden.
  • Zu lange inaktiv sein.

Instagram ist eine Feel-well-Plattform. Sie spricht die Emotionen an, ist weniger für reine Informationen geeignet. Weiß man das, kann man sie sehr gut nutzen – wir hoffen, unsere Basics helfen dabei! Und wer es verpasst hat: letzte Woche hatten wir die Basics zu Twitter.

Unser Bürohund hat natürlich auch einen, nein, sogar zwei Instagram-Accounts: Agenturhund K und für die nachhaltigen Themen dogs4future.