Die Älteren erinnern sich vielleicht noch – Büsche mit lilafarbenen Dolden, übersät mit bunten Schmetterlingen, waren im Sommer ein normaler Anblick. Und heute kann man nur sagen: Schmetterlinge verzweifelt gesucht! Ein langsamer und schleichender Prozess, den man gar nicht bewusst wahrnimmt. Die Anzahl und die Artenvielfalt nimmt ab,  inzwischen gibt es rund 65 % weniger Tagfalter als 1990.

Gründe für den Schmetterlingsschwund

Der Flächenschwund ist die Hauptursache, denn je weniger freie Flächen mit Blühpflanzen, desto weniger Futter finden Schmetterlinge. Als Raupen fressen sie Pflanzen, als Falter dagegen nur noch Nektar. Diesen schlabbern sie sozusagen aus Blütenkelchen.

Neben dem Flächenfraß durch Beton und Asphaltierung ist die intensive Landwirtschaft mit Einsatz von Insektiziden und chemischer Düngung ein Feind der Schmetterlinge. Denn auch hier wird der Wuchs von Blühpflanzen für Schmetterlinge unterdrückt, bzw. ist der Nektar dann giftig für so zierliche Lebewesen.

Viele, früher am Ackerrand wachsende Pflanzen wie beispielsweise Disteln, wurden als Unkraut abgestempelt und versucht, auszurotten.

Und nicht zuletzt die Unsitte, in den Gärten und Vorgärten viel Rasen, wenig Wiese, viele Steine, wenig Wildwuchs anzulegen. Leicht zu pflegen, aber eine Wüste für Insekten, Vögel und eben Schmetterlinge.

Was kann jeder Einzelne für Schmetterlinge tun?

Am besten legt man seinen Garten und Balkon insekten- und falterfreundlich an. Dabei gibt es Schmetterlingsfutterpflanzen, also Pflanzen, die besonders viel Nektar haben und von den Faltern auch per Rüssel „abgeerntet“ werden können:

  • Sommerflieder (ja, genau, der Busch mit den lila oder weißen Dolden aus der Kindheit, übersät mit Pfauenaugen!)
  • Clematis
  • Nachtkerzen
  • Rittersporn
  • Wilder Majoran (Oregano, gemeiner Dost)
  • Disteln
  • Dill
  • Fetthenne
  • Phlox
  • Gewöhnlicher Liguster
  • Herbstastern
  • Lavendel
  • Salbei
  • Oregano
  • Thymian
  • Rote Johannisbeere
  • Zinnien
  • Wohlriechendes Veilchen
  • Wiesenflockenblume.

Eine noch umfangreichere Liste gibt es hier, da findet wirklich jeder ein paar ihm gefallende Pflanzen. Die Schmetterlinge freuen sich auch darüber, wenn es den ganzen Sommer über blüht, also hier bitte auch auf den Blühzeitpunkt achten. Und viele der genannten Pflanzen erfreuen auch den Menschen, denn Johannisbeeren oder die Kräuter finden auch den Weg in unsere Mägen …

Der zweite Tipp ist wieder, wie schon so häufig, bio einzukaufen. Also Bio-Obst und Bio-Gemüse, das nicht gespritzt und nur natürlich gedüngt wurde – die Artenvielfalt dankt es. Ausgestorbene Arten sind zwar unwiderruflich verschwunden, aber die noch vorhandenen Arten sollen überleben!

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