Heute machen wir mal einen etwas ungewöhnlichen Vergleich. Und zeigen die Gründe, wann und warum unsere Marketing-Agentur media4nature eher Print statt Social Media empfiehlt. Wobei wir bei Print ein Mailing meinen, für andere Printaktionen (Anzeigen, Plakate, Prospekte) gelten die Aussagen nur teilweise.
Das spricht für Print
- Es ist zielgenau, die Adressen können genau nach den gewünschten Kriterien selektiert werden.
- Inzwischen fällt ein Brief im Briefkasten richtig auf, denn die Papierpost nimmt mit den Messengerdiensten und E-Mails immer mehr ab.
- Wenn der Angeschriebene reagiert, ist es in der Regel ein Kauf / ein Abschluss, oder zumindest eine Interessenbekundung.
- Die Reagierer wandern in die Kundendatenbank und gehören somit dem Unternehmen. Dieses kann sie auch auf anderen Wegen (wenn das Einverständnis vorliegt) kontaktieren. Und die Adressen für Cross Selling und Upselling nutzen.
- Der ökologische Faktor in Bezug auf das entstehende klimaschädliche Treibhausgas CO2 ist gering(er), da es nur einmalig bei Produktion und Transport entsteht.
- Es ist individuell und persönlich.
- Es ist im Wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“. Man kann es auch liegenlassen, später anschauen, oder gar aufbewahren für eine zeitversetzte Aktion.
… und das spricht gegen Print
- Es ist vergleichsweise teurer, denn Druckkosten und Verteilkosten (Versand bzw. Anzeigenplatzierung) entstehen.
- Print verbraucht zwar Papier – dieses besteht inzwischen aber häufig aus Recyclingmaterial, oder umweltfreundlichen Materialien.
- Print benötigt Vorlauf, bis es beim Adressaten eintrifft – von der Idee über das Mailingkonzept zum Druck und zum Weg in den Briefkasten sind es in der Regel mindestens 10 Tage.
Das spricht für Social Media
- Es ist „in“. Alle sind dort. Die Medien greifen Trends auf. Gute Posts werden geteilt. So erreicht man noch mehr Reichweite. Und ist im Gespräch – positiv mit einem viral gehenden Post, negativ mit einem Shitstorm.
- Es geht schnell. Im Idealfall ist eine Kampagne von der Idee bis zum Live in maximal 1 Stunde realisiert.
- Es ist preiswert, denn es fallen keine Druckkosten oder Verteilkosten an.
- Es wird keine Ressource „Papier“ verbraucht.
… und das spricht gegen Social Media
- Ein Like ist noch kein Umsatz.
- Man kann nur eingeschränkt nach Zielgruppen selektieren – und das auch nur bei einer Ad-Schaltung. Es ist nicht garantiert, dass alle Follower wirklich den jeweiligen Post sehen.
- Social Media ist hauptsächlich unpersönlich, sondern „für die Masse an Followern“. Es kann nicht individuell adressiert und angesprochen werden.
- Man muss viel Zeit für Community-Management und Interaktion aufbringen, damit das Engagement der Follower vorhanden ist.
- Die Follower sind kein Eigentum des Unternehmens, sie stehen nicht in der Kundendatenbank, und können nicht auf anderem Weg erreicht werden.
- Man ist abhängig vom jeweiligen Plattformanbieter. Wenn dieser sich für eine andere Strategie entscheidet, dann kann alles Aufgebaute verloren sein. So erging es z.B. vielen Unternehmen oder Selbstständigen, die sich auf Xing eigene Gruppen für die Vermarktung mit teils beachtlichen Mitgleidszahlen aufgebaut hatten. Xing entschied sich mit kurzem Vorlauf, das Gruppenangebot einzustellen.
- Der CO2-Fußabdruck digitaler Medien wird oft fälschlich als „niedrig“ eingeschätzt. „Digitale Produkte verursachen bei jeder Nutzung und dauerhaft Emissionen.“ – so ist das Fazit einer Studie des IÖko-Instituts Freiburg. Die CO2-Emissionen entstehen vor allem durch energieintensive Rechenzentren, Datenübertragung und Endgeräte.
Wann ein Printmailing besser ist als Social Media
- Wenn Sie eine gute Adressdatenbank mit selektierbaren Kriterien haben
- Wenn Sie gezielt Umsatz / Abschlüsse / Ergebnisse (Terminvereinbarungen usw.) erzielen wollen
Bei diesen Zielen ist Social Media besser geeignet als Print
- Wenn Sie schnell auf etwas reagieren möchten
- Wenn Sie ein Image kommunizieren möchten – auf Marketingdeutsch: Brandbuilding betreiben
- Wenn Sie schnelle Reaktionen haben möchten, wissen, wie etwas ankommt, eine Meinung abfragen usw.
Fazit
Als Marketing-Agentur ist es häufig unser Auftrag, zu verkaufen, für Umsatz beim Kunden zu sorgen. Und genau das ist der Grund, warum media4nature eher Print statt Social Media empfiehlt. Print sorgt kalkulierbar und zielgenau für Umsatz.
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