Am Freitag, den 20. September 2019, gehen weltweit viele hunderttausend Menschen zum 3. globalen Klimastreik auf die Straße. Zu diesem Termin fordert FridaysforFuture unter #AlleFürsKlima ganz bewußt alle Generationen auf, zu streiken. Angesprochen sind Lehrer, Eltern, Großeltern, Sportler, Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Kreative, Handwerker, Auszubildende – einfach jeder, dem es wichtig ist, dass sich die Politik, und auch die Wirtschaft endlich um mehr Klimaschutz bemüht.

Zeit für die richtigen und wichtigen Entscheidungen

Im September legt die Klimakommission in Berlin ihre Vorschläge für mehr Klimaschutz vor. Es geht darum, ein deutsches Klimaschutzgesetz zu verabschieden. Mit den weltweiten Klima-Demos #ALLEFÜRSKLIMA geht eine klare Botschaft an die politischen Entscheider: die Zeit des Redens und Aufschiebens ist vorbei. Handelt endlich! Es geht darum, auch – vielleicht unbequeme – Entscheidungen und Vorgaben zu machen, die zum Teil sicher unpopulär sind und vielleicht im ersten Schritt ein paar Wählerstimmen kosten. Aber wir müssen Verantwortung zeigen, und die Politik muss der Wirtschaft dafür den Rahmen stecken. Denn am Ende geht es darum, unsere eigene Zukunft auf dieser Erde zu sichern!

Irrsinnig ist beispielsweise, dass durch eine Kohlekommission Milliardenförderungen beschlossen werden, wenn es um knapp 20.000 Arbeitsplätze in der Kohleindustrie geht. Hingegen wurden in der Solar- und Windbranche in den letzten Jahren weit über 50.000 Stellen durch die von der Regierung initiierte „Ausbremsung“ vernichtet.

Man hat den Eindruck, dass der schwungvoll begonnene Ausbau der Erneuerbaren Energien manch einen Politiker und Wirtschaftsvertreter erschreckt hat. Denn dieser rasante Ausbau wurde durch Auflagen, Bürokratie und einen Zickzackkurs in der Förderung erfolgreich ausgebremst. In Zeiten, in denen von 65 % Versorgung durch Erneuerbare Energien gesprochen wird, ein Unding.

Im Verkehrssektor wird über Fahrverbote diskutiert. E-Roller sind die neuen Heilsbringer. Aber eine sinnvolle allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung wird kategorisch abgelehnt. Was stimmt denn mit uns Deutschen nicht? In anderen Ländern geht es doch …

Auch im Gebäudesektor, der für rund 35 % des CO2-Ausstosses in Deutschland verantwortlich ist, gäbe es einen großen Hebel. Und beim Thema Baumaterialien wie z. B. Styropor kann es so nicht weitergehen. Es gibt durchaus Alternativen … aber nur wenige nutzen sie, weil Styropor „ja so gut und günstig“ ist. Das gilt beim Neubau von Mehrfamilienhäusern, wie auch für Villen, die Millionen kosten. Gedämmt wird mit Styropor. Billig ja, aber nicht preiswert. Denn wenn man die zukünftigen Entsorgungskosten und die Umweltauswirkungen dieses „tollen“ Materials mit einpreisen würde, sähe es ganz anders aus.

Über die Brandrodungen und den Regenwaldschwund regt man sich auf. Vor dem Aufreger-Thema steigende Mieten / zuwenig Wohnraum interessiert niemanden, dass hier in Deutschland der Flächenverbrauch und die heimische Bodenversiegelung weiter voranschreitet. Zwar sinken beide Werte jährlich, aber das heißt trotzdem Zuwachs von bebauten sowie versiegelten Flächen. Stand 2017 waren 49.505 Quadratkilometer in Deutschland „Siedlungs- und Verkehrsfläche“ – bei einer Landfläche von rund 349.000 Quadratkilometern entspricht das rund 14 %, Tendenz steigend. Von diesen 49.505 Quadratkilometern sind rund 46 % versiegelt, d.h. der Boden ist luft- und wasserdicht abgedeckt. Ein sinnvolles Ziel wäre hier, nicht nur den Zuwachs zu reduzieren, sondern ganz im Gegenteil mehr Flächen zu renaturieren!

Bei der Diskussion um ein Plastiktütenverbot oder um die Reduzierung des individuellen Fleischkonsums kann im Gegensatz zu den „großen“ Themen jeder Mensch etwas aktiv machen. Die Auswirkung der Einzelmaßnahmen ist zwar nur sehr klein, hier macht die Summe die Relevanz.

Nur die Gesamtheit aller Maßnahmen kann und wird zu einer Trendwende führen und zu einer Begrenzung der Schäden beitragen, die unser Handeln in den letzten Jahrzehnten angerichtet hat. Wir haben die Möglichkeiten, etwas zu ändern – man muss es nur wollen.

Und um zu zeigen, dass wir von media4nature es wollen, gehen wir am 20. September auf die Straße. In Nürnberg startet die Demo #ALLEFÜRSKLIMA am 20.9. um fünfnachzwölf. Bürohund Klärchen (Bürohund des Monats August) ist mit uns unter dem Motto dogsforfuture auch dabei.

Klimademos in vielen deutschen Großstädten

Wo und wann es überall Klimademos gibt seht Ihr in der Übersicht aller Städte.

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