Es ist Frühling, überall grünt und blüht es. Die Bienen, Hummeln, Wespen schwirren aus und suchen Nahrung. Bei den ersten Vogelarten ist der Nachwuchs schon geschlüpft. Und gerade jetzt, in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen, hat man Zeit, den Garten oder den Balkon kritisch anzusehen. Und eventuell umzugestalten … Für mehr Artenvielfalt, für mehr Leben!

Neun Tipps, damit sich Tiere und Insekten bei Ihnen im Garten tummeln

  1. Grüne und bunte Vorgärten, kein Kies oder Stein.
    Erlangen hat Anfang 2020 geschotterte Vorgärten verboten. Sie sind zwar arbeitssparend, aber lebensunfreundlich. Besser ist „eine angemessene Durchgrünung“, wie es so schön in Amtsdeutsch heißt. Sie bringt Nahrung für Insekten, und besseres Klima für den Menschen.
  2. Abwechslung in Ihrem Garten / auf Ihrem Balkon,  wenig Stein.
    Auch hier gilt: natürlich ist ein geplättelter Vorgarten oder eine große Rasenfläche pflegeleichter als als eine Grünfläche mit verschiedenen Pflanzen. Aber an einem Grashalm oder einem Stein findet keine Biene, kein Insekt Nahrung …
  3. Rasen – ein englischer Rasen mag gefallen, für die Natur ist aber eine Grünfläche, auf der auch“Unkraut“ wachsen darf, besser.
    Wobei „Unkraut“ eigentlich ein falsches Wort ist, denn wer definiert „Un“? Pflanzenvielfalt, Klee, Löwenzahn, sieht nicht nur nett aus, sondern bietet mit den Blüten Nahrung für Insekten.Und lassen Sie das Gras auch mal wachsen … nicht immer gleich alles wegmähen.
  4. Pflanzen Sie viele Blühendes: neben Blumen auch Gehölze und Büsche wie beispielsweise Rhododendron, Flieder, Texasliguster, Hibiskus.
    So haben Sie (und die Bienen, Hummeln usw.) eine lang andauernde Blühfolge. Zusätzlich eignen sich Büsche wie Johannisbeeren und Stachelbeeren, sowohl im Garten als auch in Kübeln gut haltbar. Das hat den netten Nebeneffekt: zuerst kommen die Insekten und später können Sie naschen! Achten Sie bei der Auswahl auf das „winterhart“, dann haben Sie lange Jahre Freude daran.
  5. Achten Sie bei der Blühpflanzenauswahl auf solche, die viel Nektar versprechen.
    Blumen mit „gefüllten Blüten“, z.B. Geranien, liefern leider keine Nahrung für Insekten. Glockenblumen dagegen, Kornblumen, Löwenmäulchen, Astern … ebenfalls schön anzusehen und sehr nahrhaft für Biene & Co. Der NABU gibt hier Tipps, wie man ein schmackhaftes Buffet für Insekten zusammenstellt.
  6. Säen Sie doch mal in einen Kübel, auf eine Gartenfläche, in einen Blumenkasten eine Samenmischung „Wildwiese“ oder „Blühende Wiese“.
    Wenn es soweit ist, macht es einfach Spaß, den fliegenden Bütenstaubsammlern zuzuschauen! Manchmal muss man allerdings etwas Geduld haben … die bei uns letztes Jahr gesäten Blühpflanzsamen mickerten letztes Jahr, und wuchern erst dieses Jahr so richtig.
  7. Bieten Sie eine Unterkunft für Insekten – stellen Sie ein Insektenhotel auf.
    Diese gibt es in verschiedenen Größen, passend auch für den kleinsten Garten.
  8. Setzen Sie keine Pestizide ein, keine Unkrautvernichtungsmittel usw. – die töten auch die Insekten und andere im Erdreich wohnenden Lebewesen.
    Wenn Sie unbedingt „Unkraut“ vernichten wollen, dann gehen Sie in die Knie und zupfen Sie. Das ist am naturverträglichsten. Und gut für Ihre Beweglichkeit und Fitness!
  9. Lassen Sie im Herbst Ihre verblühten Büsche, Gehölze und Stauden stehen, schneiden Sie sie nicht zurück.
    Hier finden u.a. Wildbienen Unterschlupf für den Winter.

Green Marketing: auch bei Marketingaktionen an die Artenvielfalt denken

Als nachhaltige Marketingagentur empfehlen wir beispielsweise, gerade jetzt als Give Aways / Kundenpräsente Samenmischungen, Seedballs, Blumenbomben einzusetzen. Das Sahnehäubchen sind dann noch Visitenkarten aus Samenpapier, so wie wir sie benutzen – da nützt sogar die Geschäftsausstattung langfristig gesehen der Artenvielfalt!