Warum Plastik-Bashing sinnvoll ist, und die Nutzung von Kunststoff möglichst reduziert werden sollte, haben wir bereits hier erläutert. Heute geht es darum, Plastikvermeidung auch im Marketing umzusetzen. Hier gibt es überraschend viele Ansätze! Wir geben einige Beispiele.

Mailings ohne Plastik gestalten

Wo bitte schön soll denn bei einem Mailing, das in der Regel aus Anschreiben, Flyer, Kuvert, und eventuell Formularen und Rückantworthülle besteht, Plastik sein? Es reicht doch, wenn alles aus Umweltpapier oder Recyclingpapier ist?

Eben nicht. Selbst bei vielen Öko- oder Umweltpapier-Briefumschlägen ist das Fenster beim Kuvert aus Plastik. Genau genommen gehört das Kuvert dann auch nicht in die Papiertonne. Das Fensterkuvert eignet sich somit nicht zum Recycling. Als Lösung bietet sich entweder ein fensterloses Kuvert an – hier hat man dann aber Mehraufwand wegen des nötigen Abgleichens der Adresse auf Kuvert und Anschreiben (nicht dass Herr Müller das Anschreiben von Frau Meier erhält). Oder man nutzt spezielle, wirklich plastikfreie Öko-Briefumschläge wie das Briefle.

Briefle plastikfreies Kuvert

Auf Lackierungen verzichten

Ein beliebtes Mittel, um Prospekte, Beileger und Anschreiben wertiger zu machen: eine Lackierung aufzutragen. Auch hier das Problem: viele Lackierungen enthalten Plastik. Und häufig auch giftige Bestandteile, umweltschädliche Komponenten, die ein Recycling des Papiers unmöglich machen. Hier bieten sich Hochprägungen oder Stanzungen an, um bestimmte Worte, Zahlen, Linien hervorzuheben.

Plastikfreie Give Aways

Eigentlich heutzutage eine Selbstverständlichkeit, aber leider doch nicht überall. Klar, Give aways aus Plastik sind meistens kostengünstig, und haltbar. Aber leider eben auch nicht gerade ökologisch. Der Klassiker: der Kugelschreiber mit Werbeaufdruck. Die Alternative: ein Bleistift mit Werbeaufdruck – oder ein Kuli z.B. aus Maisstärke. Wenn man gezielt sucht, findet man zu eigentlich jedem Give Away eine plastikfreie Alternative.

Plastikvermeidung bei Events und Messen

Auch hier ist es sinnvoll und nötig, über das Offensichtliche (Messestand aus nachhaltigen Materialien, Plastik nur dann, wenn unverzichtbar) hinauszusehen. Häufig, vor allem bei Veranstaltungen mit Kindern, findet man die beliebten Luftballons. Und woraus besteht die Halterung, und meist auch das Band? Richtig geraten, Plastik. Hierfür gibt es ebenfalls ökologischere Alternativen.

Sind Plastikhüllen wirklich nötig?

Viele Firmen versenden ihre Prospekte in Plastik eingeschweisst. So sieht der Kunde auf den ersten Blick den Inhalt, und der Katalog ist trotzdem geschützt – so häufig die Argumentation der Firma. Fragt man aber die Kunden, so sprechen die sich in der Regel für einen Versand ohne Plastik aus. Denn: interessiere ich mich für den Prospekt, blättere ich auch darin herum, beziehungsweise mache den Papierumschlag der Firma auf. Und nach Durchschauen und (hoffentlich für die Firma!) Bestellen entsorge ich den Katalog. Also spielt es keine Rolle, wenn er eventuell mit Eselsohren oder leicht eingerissen durch den Postweg bei mir ankommt. Interessiere ich mich nicht für die Firma und deren Angebot, dann entsorge ich den Prospekt samt Umschlag – und weil die meisten Menschen faul sind, landet das Ganze ungeöffnet, Papier von Plastik umhüllt, entweder im normalen Abfall, oder im Altpapier. In beiden Fällen findet dann kein Recycling statt.

So, das waren nur einige Beispiele, wo Plastikvermeidung im Marketing möglich ist. Alles, was Sie dazu brauchen, ist eine Marketingagentur, die über das Offensichtliche hinausdenkt.

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