Früher ging es darum: Wie komme ich bei Google auf Seite 1? Heute fragen immer mehr Menschen ChatGPT, Gemini oder Claude nach Empfehlungen. Damit verändert sich nicht nur die Suche – sondern das Marketing selbst. KI hat sich als Werkzeug fest etabliert und ist schon jetzt aus vielen Workflows kaum mehr wegzudenken. Eine Frage, die derzeit immer interessanter wird, lautet: Wie muss Marketing aussehen, damit es auch in einer Welt funktioniert, in der KI die erste Anlaufstelle für Informationen ist? Und schon sind wir von der Technik weg und mittendrin in der Strategie.

Was bisher mit KI im Marketing geschah

KI wurde und wird hauptsächlich als Werkzeug genutzt, um Konzeption, Layout, Texte erstellen zu lassen. Es ist doch auch toll, mit ChatGPT, Gemini, Claude und den anderen KI-Kumpels in Windeseile Texte, Bilder und Kampagnen fertig zu haben. Das spart Zeit und Arbeitsaufwand! Und Menschen, die bisher mit Texten oder Bildbearbeitung nicht viel am Hut hatten, können mit KI ganze Kampagnen planen und erstellen. Das ist verlockend und vor allem macht es Marketing demokratisch, jeder kann es. Im ersten Moment eine tolle Revolution.

Zugegeben, die Ergebnisse lesen sich flüssig, haben wenig Ecken und Kanten und klingen gefällig. Böse Zungen sagen allerdings: austauschbar und beliebig. Leider haben sie recht. Zumindest dann, wenn man die Ergebnisse nicht mit der individuellen Geschichte und der Sprache des Unternehmens anreichert. Noch viel schlimmer ist aber, dass die Masse an Content exponentiell steigt. Jeder kann sich in Windeseile so viele Texte und Bilder generieren wie er will und diese dann auch kommunizieren. Wie gesagt, der entstehende Content ist nicht schlecht. Aber eben auch nicht wirklich gut, er ist mittelmäßig. Wir erzeugen so also sehr viel mittelmäßige Kommunikation. Und das in Zeiten, in denen jeder schon am Limit dessen ist, was er konsumieren kann. Mittelmäßigkeit wird da einfach ausgeblendet, es interessiert nicht, denn es macht ja jeder.

Ergebnis: Die Marketingaussagen berühren nicht mehr, kommen nicht mehr an und lösen vor allem auch nicht den gewünschten Impuls beispielsweise zum Kauf nicht aus. Das ist in unseren Augen ein riesiges Problem!

Richtungswechsel – Marketing für die KI

Was passiert, wenn wir die Perspektive wechseln? Frei nach J. F. Kennedy fragen wir daher nicht „Was kann die KI im Marketing tun?“, sondern „Wie sieht Marketing für die KI aus?“

Damit verändert sich die Zielgruppe des Marketings. Früher schrieben Unternehmen für Menschen und Suchmaschinen. Heute kommt eine dritte Instanz hinzu: KI-Systeme, LLMs, die Inhalte lesen, zusammenfassen und bewerten. Nicht, weil KI Kundin wird – sondern weil sie immer häufiger der  Weg zum Kunden ist. Aber wie macht man für diesen Marketingkanal Marketing?

KI als Marketingkanal

Man wird wahrgenommen in der digitalen Welt, wenn man als Ergebnis bei Suchen auftaucht. Was früher rein SEO war, ist heute Schreiben und Optimieren für die KI. Oder im Marketingsprech „GEO“, Generative Engine Optimization (Optimierung für generative KI-Suchmaschinen wie ChatGPT, Google Gemini oder Perplexity).

Genauso wie ein Unternehmen Werbung schalten, sollte es investieren, um durch die KI gefunden zu werden. Nicht zuletzt das Thema „Agentic Buying“, KI-Kaufagenten, die für den Menschen den kompletten Auswahl- und Kaufprozess übernehmen können / werden, sollte Anlass dafür sein, KI auch als Marketingkanal wahrzunehmen. Und entsprechend zu behandeln:

  • GEO / Site-Optimierung für LLM
  • bezahlte Schaltung in LLM / KI-Suchmaschinen.

Dabei empfehlen wir immer als Hauptpriorität die Site-Optimierung – denn hier zeigt der hineingesteckte Aufwand fortwährend und dann kostenfreie Ergebnisse, während man Ads bezahlen muss und damit laufende Kosten „an der Backe“ hat.

Weitere Informationen dazu:
-> Wie Site-Optimierung für LLM geht
-> Wie Suchmaschinen ihre Suche gestalten – Query Fan-out erklärt

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