Eine aktuelle Werbekampage für McDonalds in Neuseeland kommt ganz ohne Markennennung – weder Wort noch Logo – aus. Normalerweise ein No-Go in der Werbung. Erste Regel: Markenname nennen.  Zweite Regel: Logo zeigen. Ganz starke Marken können auf die erste Regel verzichten, sie werden schon allein am Logo erkannt, Apple beispielsweise. Wir zeigen am Beispiel McDonalds, wie sich Marken Farben im Branding zunutze machen können.

Farbe des Logos soll Image transportieren

Das Logo ist der Kern, quasi die DNA, einer Marke. Es soll zum einen die Marke sofort identifizieren, und dem Kunden signalisieren „hier bist Du richtig, hier weißt Du, was Du erhältst“. Zum anderen soll sie ein Image transportieren. Daher treffen viele Unternehmen die Farbwahl für ihr Logo anhand der Erkenntnisse, wie Farben auf Menschen wirken.

Beispiel McDonalds: das gelbe M auf rotem Grund ist seit Jahrzehnten weltweit bekannt. Es soll Energie, Geschwindigkeit und Appetit symbolisieren – also das, was Fast Food ausmacht: den Hunger schnell befriedigen. Denn Rot ist eine aktive, energiegeladene Farbe.

Kontinuität in der Farbgebung unterstützt das Branding

Die meisten Unternehmen vermeiden tunlichst, ihr Logo (Farbe und Design) stark zu ändern. Moderate Anpassungen, um einen „frischenLook“ zu zeigen, finden zwar statt – aber selten eine massive Änderung. So bleibt die Deutsche Bank dunkelblau-grau-seriös, Edeka mit blauen E auf gelben Grund usw.

Gerade McDonalds dagegen hat es gewagt, die oft ikonisch genannten „Golden Arches“ zu ändern: in Europa findet man im Logo das gelbe M seit 2009 auf dunkelgrünem Grund. Auch hier greift wieder die Farbpsychologie. Grün wird einerseits mit „frisch“ und „gesund“ assoziiert. Zum anderen steht es für Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. So fährt McDonalds zweigleisig, und verfolgt eine lokale Markenstrategie: Europa, insbesondere Deutschland grün-gelb, Rest der Welt, vor die englischsprachigen Länder rot-gelb.

Funktioniert die lokale Markenstrategie von McDonalds?

Fragen Sie mal einfach im Bekanntenkreis, mit welchen Farben McDonalds assoziiert wird. Jede Wette, die Antwort lautet „rot-gelb“! Das sieht man sehr schön auch an den Kommentaren zu diesem Youtube-Filmchen, das eigentlich diese lokale Markenstrategie erläutern soll. Es setzt voraus, dass das grün-gelb schon aufgefallen ist. Mitnichten! Ein typischer Kommenar, stellvertretend für sehr viele: „I was going to comment that in Norway all McDonalds are red. Then I googled pictures of them. And they’re all green!!! When did this happen? I have a McDonalds less than 2 km from me and never noticed.“ Also sinngemäß „kann nicht sein, McDonalds ist doch rot … äh, gerade nachgeguckt … sind tatsächlich grün, ist mir nie aufgefallen“.

Unsere Einschätzung also: nein, diejenigen, die jahrzehntelang mit dem rot-gelben Markenauftritt und Logo aufgewachsen sind, bleiben beim geistigen Auge mit rot-gelb. Egal, was das tatsächliche Auge sieht.

Werbung funktioniert auch ohne Logo und Namen

Wie sehr das rot-gelb „eingebrannt“ ist, zeigt im März 2026 die Werbekampage von McDonalds in Neuseeland. Kein Logo, kein Markenname, nur die Farben. Und jeder weiß, wer und was gemeint ist mit dieser Digital-Plakat-Kampagne. Ein Produkt, und unten rechts jeweils „Du weißt schon, wo Du es findest“:

OOH-PLakat für Cheeseburger von McDonalds in Neuseeland

OOH-Kampagne für McDonalds Neuseelnad Pommes Frites

Bilder: Famous Campaigns. 

Fazit: Eine starke Marke mit kontinuierlich eingesetztem Farb-Branding kann sich auch so etwas erlauben. Ob es hier in Deutschland gelb auf grün funktionieren würde, wagen wir dagegen zu bezweifeln.

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