Im ersten Teil zeigten wir anhand der Farbpsychologie, warum nachhaltiges Marketing auch Green Marketing, also grünes Marketing, genannt wird. Diese Woche erläutern wir, dass es eben nicht ausreicht, Grün im Marketing einzusetzen. Um wirklich nachhaltiges Marketing zu betreiben, gehört noch einiges mehr dazu. Die Farbauswahl aus verschiedenen Perspektiven:

Symbolfarbe Grün für Ökologie

Hauptsächlich Grün, aber auch erdfarbene, holzfarbene Brauntöne sind allgemein bekannt als Farben, die Umweltschutz, Natur, Ökologie symbolisieren. Oder könnten Sie sich unsere Website, unsere Broschüren zur Agentur media4nature, zum Nachhaltigkeits-Check oder den CSR-Report in Türkis mit Magenta vorstellen?

   

Jetzt können aber viele Unternehmen nicht so einfach ihr Corporate Design, das über viele Jahre, manchmal Jahrzehnte, gewachsen ist, ändern. Wobei es wirklich unser Tipp an die Sparkasse wäre. ihr Logo in grün darzustellen – und wenn es nur für einen Tag ist, z.B. dem Tag der Nachhaltigkeit. Gerade weil die Sparkassen ihr „Sparkassen-Rot“ sogar rechtlich haben schützen lassen, würde solch ein grünes „Sparkassen-S“ hohe Aufmerksamkeit erregen!Die nachhaltige Ausrichtung, sprich die entsprechende Farbgebung, sollte sich dann auch stringent durch alle Marketingauftritte durchziehen. Dies reicht von der Anzeige, dem Mailing, der Website bis hin zur Produktverpackung. Allein durch Worte kann man seine faire, soziale, umweltfreundliche Komponente nicht bei den Verbrauchern penetrieren – die Worte werden bewusst aufgenommen, die Farbe spricht das Unterbewusstsein an. Widersprechen sich die Signale, die gesendeten Botschaften, dann entsteht ein Störgefühl … der Kunde fühlt sich unwohl und kauft dann wahrscheinlich nicht.

Farbeinsatz – ökologische Farben

Bei der Farbwahl sollte neben der psychologischen Farbwirkung auch die ökologische Wirkung Beachtung finden. Vor allem im Green Marketing – denn was nutzt das schönste Umweltpapier, wenn die beim Druck eingesetzte Farbe giftig oder schlecht abbaubar ist?

Die meisten gängigen Druckfarben enthalten leider immer noch erdölbasierte Lösemittel, und Bindemittel aus Harzen oder modifizierten Ölen, sind also schlichtweg schlecht abbaubar. Ökologische Farben verzichten weitestgehend auf solche Inhaltsstoffe, die Druckqualität ist auch gut. Dass man statt Lacken oder Farben mit Metalleffekt andere Möglichkeiten nutzen kann, um eine besondere Wertigkeit zu erzielen, hatten wir ja des öfteren erläutert.

Neben dem Druck sollte man auch gleich beachten, wie umweltfreundlich die gewählte Farbe im Papier-Recycling-Prozess ist. Die Druckfarbenentfernung bei der Altpapieraufbereitung, das Deinking, sollte ohne Aufwand, ohne Rückstand, und ökologisch verträglich möglich sein. Das heißt auch, dass die Druckfarbenpartikel entsprechend groß sein müssen, und keine umweltschdälichen Bleichchemikalien nötig werden.

Green Marketing: Papier wirken lassen

Weniger ist oft mehr. Das gilt auch im nachhaltigen Marketing. Hat man ein besonderes Papier gewählt, z.B. ein Samenpapier, dann sollte man es nicht mit Farbe „zukleistern“. Sondern auch das Papier selbst wirken lassen.