SEO, Search Engine Optimization, ist die hohe Kunst der Suchmaschinenoptimierung von Websites. Warum soll das etwas mit einer Reduktion des CO2-Ausstosses zu tun haben? Zuerst etwas weit hergeholt, ist es eigentlich logisch. Jeder Click im Internet verbraucht Strom. Bei der Stromerzeugung und beim Energieverbrauch wird CO2 erzeugt. Je schneller also jemand das Gesuchte online findet, desto weniger Clicks werden benötigt, damit weniger Energie / Strom verbraucht.

Weltweit 228 Mio. Google-Suchanfragen in 1 Stunde

Das sind über 63.000 allein bei Google in der Sekunde! Und jede Suche erzeugt 0,2 Gramm CO2 (laut Google selbst). Macht also in der Sekunde 12,6 Kilogramm CO2. Jede Sekunde!

Das Suchverhalten der Menschen kann man nicht mehr zurückdrehen. „Googeln“ ist ein Begriff aus dem Duden, ein Lexikon hat fast niemand mehr zuhause.

Zwei Ansätze zur höheren Umweltfreundlichkeit gibt es:

  1. Die benötigte Energie klimafreundlich zu erzeugen.
    Das betrifft einmal den Verbrauch der Endgeräte der User. Und zum anderen, das ist der viel größere und schneller zu beeinflussende Hebel, die Rechenzentren der Suchmaschinen. Google setzt hier schon seit einigen Jahren auf Erneuerbare Energien und hat frühzeitig in Windparks investiert. Inzwischen nutzen sie 100 % Ökostrom.

  2. Die Suchvorgänge zu optimieren
    Denn wie gesagt, je weniger Clicks, desto weniger Stromverbrauch.

Kürzere Suchvorgänge durch optimale SEO

Die semantische Suche ist schon fest etabliert. Ein „Jaguar“ im Suchfeld kann die Automarke sein, aber auch das Tier. Deswegen kommt es nicht nur auf das Keyword, in diesem Fall Jaguar, im Websitetext an, sondern auch auf den Zusammenhang. Steht da etwas von Benzinverbrauch, dann reden wir vom Auto, ist der Regenwald am Amazonas genannt, ist wohl mit 99 % Wahrscheinlichkeit die Großkatze gemeint.

Die Website also nur mit den Keywords „vollzuballern“, bringt nichts. Inzwischen hat sich auch eingebürgert, analog der Sprachsuche über Siri, Alexa usw., bei einer Suchmaschine die komplette Frage, oder zumindest mehrere Worte, einzutippen. Möchte ich zum bewussten Jaguar wissen, was er frisst, dann tippe ich entweder „Jaguar Benzinverbrach“ (Treibstoff) oder „Was frisst Jaguar“ (Fleisch) ein.

Genauso sollte auch die optimale Website unter SEO-Aspekten aufgebaut sein: Nämlich antizipierend, was der Suchende wissen will. Deswegen ist es, um weiter im Beispiel zu bleiben, besser, „was frisst ein Jaguar eigentlich?“ im Text zu schreiben, als „ein Jaguar ernährt sich von Wasserschweinen“. Denn der Otto Normaluser stellt suchend eher eine Frage, als  einen Satz zu formulieren. Die SEO-Hasen wissen es: je genauer die Worte auf ihrer Site der Suche entsprechen, desto höher werden sie bei der Suchmaschine angezeigt.

Und damit vom User geclickt. Wenn er dann schon das gefunden hat, was er gesucht hat – prima, so hat gutes SEO zu weniger Suchanfragen und damit zur CO2-Reduktion beigetragen!